Coworking Salzburg sperrt Ende März zu: „Kann es nicht länger alleine auf meinen Schultern tragen“
Am 29. März 2025 werden die Lichter ausgehen: Denn das ist der Tag, an dem der Coworking-Space- und Startup-Programm-Betreiber Coworking Salzburg seine Abschieds-Party schmeisst. Gerade hat Romy Sigl, Geschäftsführerin von CoworkingSalzburg GmbH bekannt gegeben, dass sie mit Ende März zusperren muss.
Coworking Salzburg startete vor 13 Jahren am Gelände des Techno-Z, einem der größten Technologieparks in Österreich und hat sich in Salzburg zu einem der Hubs für Jungunternehmer:innen entwickelt. Nun aber scheint das Ende der Fahnenstange erreicht. „Bis Ende März versuche ich für eine Neuausrichtung Partner zu finden. Ich kann das Startup-Ökosystem im Sinne des Community Buildings nicht mehr länger alleine auf meinen Schultern tragen“, heißt es in einem Statement seitens Romy Sigl gegenüber Trending Topics. Wer wolle, könne noch bis Ende März kostenlos Events in den Räumlichkeiten abhalten.
Fehlende Finanzierung für Inkubator-Programm
Coworking Spaces hatten es in den vergangenen Jahren nicht leicht. In Wien etwa mussten die bei Startups beliebten Hubs Sektor5 und Talent Garden zusperren, und auch viele Pleiten plagen die Branche Coworking Salzburg war etwa mit 2 Prozent am Wiener AI-Startup Lalamu beteiligt, das im November in den Konkurs schlitterte (Trending Topics berichtete).
Sigl hat mit dem DWYL-Programm (kurz für „Do What You Love“) versucht, einen Inkubator für Jungunternehmer:innen aufzubauen. Dieser wurde zwei mal in den Jahren 2023 und 2024 durchgeführt, für 2025 wurde zuletzt eine Pause angesetzt. Offenbar ist eine laut Sigl zugesagte EU-Förderung zur Kofinanzierung des DWYL-Programmes in der Höhe von 100.000 Euro nicht ausbezahlt worden, was Coworking Salzburg in eine schwierige finanzielle Lage bringe. Bei der Veranstaltung am 29. März will Sigl mehr Einblicke in die Gründe für das Aus geben.