Zusammenarbeit

Linzer Scale-up LAMIE und Mobilfunker Drei kooperieren bei Embedded Insurance

CEO Christian Pedak, Head of Product Management Thomas Aumayr, CRO Roland Pedak von LAMIE. © LAMIE
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Der österreichische Mobilfunkanbieter Drei und das Linzer InsurTech LAMIE haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, die auf die Digitalisierung des Versicherungsmarktes abzielt. Im Mittelpunkt steht ein Reiseversicherungsprodukt, das technische Infrastrukturen aus dem Mobilfunkbereich nutzt, um einen automatisierten, bedarfsorientierten Versicherungsschutz anzubieten.

Das Produkt funktioniert auf Basis der Netzverbindung des Mobiltelefons. Sobald sich ein Smartphone in ein ausländisches Mobilfunknetz einbucht, wird der Versicherungsschutz automatisch aktiviert. Bei Rückkehr nach Österreich erfolgt die Deaktivierung durch die erneute Einbuchung ins heimische Netz. Kundinnen und Kunden zahlen dabei nicht für einen festen Versicherungszeitraum, sondern ausschließlich für die tatsächlichen Reisetage.

Folgende Punkte bietet die Versicherung:

  • Behandlungskosten bei Krankheit oder Unfall 200.000 Euro
  • Inkl. Privatärzt:innen, Rückreisekosten, Heimtransport inkl Ambulance Jet
  • Such- und Bergungskosten 20.000 Euro
  • Unfallversicherung im Ausland 20.000 Euro
  • Start-Aktion: Kostenschutz bei Datenroaming (Aktion gilt bis 31.3.2026)
  • Reisegepäckversicherung für Einzelpersonen 1.500 Euro, für Familien 3.000 Euro
  • Reisehaftpflicht 100.000 Euro
  • 24-Stunden weltweite Notfall-Assistance für Notfälle und Pannenhilfe inkludiert
  • Telemedizin Service Mo-So 6-22 Uhr inkludiert
  • KFZ Assistance Europa

Systemintegration und Datenschutz

Für die Umsetzung war eine enge technische Integration erforderlich. LAMIE fungiert als Versicherungsanbieter und erhält von Drei die notwendigen Roaming-Daten zur Steuerung des Versicherungsschutzes. Die Abrechnung erfolgt über die Mobilfunkrechnung, was zusätzliche Systemverknüpfungen notwendig machte.

Datenschutzrechtlich stellt die Nutzung von Standort- bzw. Verbindungsdaten besondere Anforderungen. Fachleute weisen darauf hin, dass eine Verarbeitung dieser Daten nur auf Grundlage einer klaren und informierten Einwilligung erfolgen darf. Eine DSGVO-konforme Umsetzung ist daher essenzieller Bestandteil solcher Lösungen.

Einordnung in den Embedded-Insurance-Trend

Die Partnerschaft ist ein Beispiel für den wachsenden Trend der sogenannten Embedded Insurance – der Integration von Versicherungsleistungen in bestehende Produkte und Dienstleistungen. LAMIE verfolgt in diesem Zusammenhang ein B2B2C-Modell, bei dem die Versicherung über Kooperationspartner wie Drei an Endkundinnen und -kunden vermittelt wird. Dieser Ansatz ermöglicht eine nahtlose Nutzererfahrung, ohne dass separate Versicherungsabschlüsse erforderlich sind.

Die Realisierung kontextbezogener Versicherungsprodukte bringt auch technische Herausforderungen mit sich. Die Systeme müssen Grenzübertritte zuverlässig erkennen und mit Ausnahmesituationen wie kurzzeitigen Netzwechseln oder Verbindungsabbrüchen umgehen können. Eine stabile und fehlerresistente Infrastruktur ist dabei Voraussetzung für eine zuverlässige Aktivierung und Deaktivierung des Versicherungsschutzes.

KI-basierte Versicherungsmodelle geplant

Langfristig planen Drei und LAMIE, die Kooperation auf weitere Versicherungsangebote auszudehnen. Dabei könnten auch KI-gestützte Lösungen zum Einsatz kommen, die auf Basis von Nutzungsverhalten individuelle Versicherungsvorschläge generieren. Solche prädiktiven Modelle könnten die Personalisierung von Versicherungsleistungen weiter vorantreiben.

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