Raspberry Pi: Kleinstcomputer-Hersteller übertrifft Gewinnerwartungen nach IPO

Im vergangenen Jahr ist der britische Hersteller von Kleinstcomputern Raspberry Pi an die Börse gegangen. Nun hat das Unternehmen zum ersten Mal seit dem IPO seine Jahreszahlen veröffentlicht. Laut Reuters hat der Jahresgewinn dabei die Erwartungen knapp übertroffen. Das Unternehmen meldete für das am 31. Dezember 2024 zu Ende gegangene Geschäftsjahr einen Kerngewinn von 37,2 Mio. US-Dollar, verglichen mit einer von der Firma selbst erstellten Konsensschätzung von 36,6 Mio. US-Dollar.
Kerngewinn von Raspberry Pi gegenüber 2023 gesunken
Für das britische Unternehmen sind Verkäufe seines Flaggschiffs Raspberry Pi5 sowie seiner Halbleitereinheiten die wichtigsten Elemente des Geschäfts. Der Konzern, der im Juni letzten Jahres an die Börse ging, stellt kostengünstige Kleinstcomputer, Zubehör und Mikrocontroller her. Die Computer kommen in Smart-Home-Systemen, Robotik- und Automatisierungssystemen und Videospiel-Emulatoren zum Einsatz.
Der Kerngewinn des Unternehmens war um 15 Prozent niedriger als 2023, da Probleme mit den Lagerbeständen die Gewinne im zweiten und dritten Quartal beeinträchtigten. Der Umsatz für das Kalenderjahr belief sich auf 259,5 Millionen US-Dollar und lag damit um 2 Prozent unter dem Vorjahreswert, da das Stückvolumen um 5 Prozent auf rund sieben Millionen sank. Die Zahl der Produkteinführungen stieg jedoch um 267 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die Zahl der Wiederverkäufer um 13 Prozent zunahm.
Raspberry Pi: Britischer Kleinstcomputer-Hersteller strebt 40-Mio.-Dollar-IPO an
Unternehmen erwartet Wachstum für 2025
Raspberry Pi prognostiziert für 2025 ein „nachhaltiges“ Umsatzwachstum und einen stetigen Anstieg der Nachfrage im Laufe des Jahres. Die Lagerbestände der Vertriebskanäle sollen sich nun normalisiert haben. Trotz der anhaltenden makroökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten sei das britische Unternehmen gut aufgestellt.