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Schwarz-Rot-Pink will Lizenzen an E-Vapes vergeben

Raucher bläst Ringe. © Or Hakim auf Unsplash
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Für alle, die an der E-Zigarette hängen oder sich gerne Oral-Tabak namens Snus unter die Lippe schieben, kommen größere Änderungen zu. Denn die kommende Schwarz-Rot-Pink-Regierung will das Tabakmonopol um neuartige nicht medizinische Nikotinprodukte erweitern und Steuern für Nikotin-Pouches (Snus) und Vapes (elektronische Zigaretten) erheben.

Das Tabakmonopol in Österreich bedeutet, dass ausschließlich Tabaktrafiken Tabakwaren zu regulierten Preisen verkaufen dürfen. Wenn nun Nikotin-Pouches aka Snus unter dieses Monopol fallen, dann dürften diverse Online-Shops die Ware nicht mehr für österreichische Kund:innen anbieten.

Zudem werden Nikotin-Pouches und elektronische Zigaretten ab 2026 teurer, weil eine Steuer wie bisher auch auf normale Glimmstengel auf sie entfallen soll. Bei herkömmlichen Zigaretten sind 34,5 Prozent des Kleinverkaufspreises Steuer, dementsprechend teurer könnten also auch Vapes und Snus werden.

Mehr als 2 Milliarden Euro Steuereinnahmen durch Tabak

Interessant wird auch werden, welche Unternehmen ihre Vapes in Österreich überhaupt noch anbieten werden dürfen. Denn Schwarz-Rot-Pink zieht auch in Erwägung, dass für E-Zigaretten ein Lizenzsystem eingeführt werden könnte. Das bedeutet, dass sich Hersteller erst eine Lizenz besorgen müssen, um ihre Produkte in Österreich zu launchen. Bisher müssen elektronische Zigaretten und Liquids beim Büro für Tabakkoordination der AGES gemeldet werden und dürfen frühestens sechs Monate nach erfolgter Meldung in den Verkauf.

Ein Anbieter wie etwa Juul, der 2019 in Österreich von den USA aus startete, müsste sich dann also zuerst um eine Lizenz bemühen.

Abschrecken will Schwarz-Rot-Pink die Anbieter aber nicht. Dem Regierungsprogramm nach soll es zu einer Verwaltungsvereinfachung im Bereich der Zulassung neuartiger Tabakerzeugnisse (insbesondere Tabak zum Erhitzen) kommen. So wolle man „den aktuellen Wettbewerbsnachteil und vor allem Steuerverlust gegenüber unseren EU-Nachbarn“ ausgleichen.

Denn klar ist: Ein Verbot von Wegwerf-Vapes und anderen Erzeugnissen wie etwa in Belgien seit Anfang 2025 traut man sich in Österreich in der aktuellen budgetären Lage nicht. An Tabak/Nikotin-Konsument:innen verdient der österreichische Staat sehr gut. Die Einnahmen aus der Tabaksteuer stiegen 2024 im Vergleich zu 2023 um 59 Millionen auf 2,14 Milliarden Euro.

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