Steueranreize für Blockchain-Startups und DLT-Innovationsfonds gefordert

Rund um die Präsentation des neuen Regierungsprogramms kommen wieder vermehrt Forderungen zu Maßnahmen, um den österreichischen Standort in spezifischen Tech-Sektoren stärker aufzustellen. Nachdem bereits AI Austria Steueranreize für AI-Startups und eigenes KI-Ministerium forderte (Trending Topics berichtete), meldet sich jetzt auch DLT-Austria zu Wort – und will den Blockchain- und Krypto-Sektor gestärkt sehen.
„Um Österreich langfristig als wettbewerbsfähigen Standort für Distributed-Ledger-Technologien (DLT) und digitale Vermögenswerte zu etablieren, ist ein klarer Aktionsplan mit verbindlichen Maßnahmen unerlässlich. „Bildung, Forschung und die praxisnahe Anwendung von Blockchain-Technologien und digitalen Assets müssen jetzt oberste Priorität haben“, fordert Ed Prinz, Co-Founder von DLT Austria. „Als zentrale Maßnahme sollten daher Steuererleichterungen für Blockchain-Startups sowie ein nationaler DLT-Innovationsfonds etabliert werden. Dies würde nicht nur die Innovationslandschaft in diesem Bereich stärken, sondern gleichzeitig auch andere Startups finanziell entlasten.“
DLT Austria hat einen umfassenden Aktionsplan vorgestellt, der Österreich als führenden Standort für Blockchain-Technologien und digitale Vermögenswerte etablieren soll. Die wichtigsten Forderungen im Überblick:
Bildungsoffensive als Fundament
- Integration von Blockchain-Kursen in Schulen und Universitäten
- Aufbau von Hochschul-Kompetenzzentren für praxisnahe Ausbildung
- Einrichtung eines staatlich geförderten DLT-Bildungsfonds
Forschung und Technologieförderung stärken
- Schaffung eines Blockchain-Exzellenzzentrums
- Steueranreize für Blockchain-Startups
- Nationaler DLT-Innovationsfonds zur gezielten Förderung
Praxisanwendungen vorantreiben
- Blockchain-basierte E-Government-Dienste
- Digitale Nachverfolgbarkeit in Lieferketten und Gesundheitswesen
- Tokenisierte Kapitalmärkte für leichteren KMU-Zugang zu Finanzierungen
- Transparente Verwendung von Steuergeldern durch Blockchain-Implementierung
Internationale Positionierung festigen
- Attraktive Steueranreize für Blockchain-Unternehmen
- Etablierung eines „Web3-Hub Austria“ als Vernetzungsplattform
- Eigenes DLT-Ministerium mit adäquatem Budget
„Ohne konsequente Umsetzung dieser Maßnahmen riskiert Österreich, den Anschluss an globale Innovationsführer zu verlieren“, sagt Albert Quehenberger, im Vostand von DLT Austria. Die Experten kritisieren, dass es derzeit weder einen konkreten Aktionsplan noch nachhaltige Innovationsvorhaben im Bereich DLT und Blockchain gibt. Die zukünftige Regierung sei nun gefordert, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen.
Dr. Jan J. Kruppa, im Vostand von DLT Austria, betont: „Ein ambitionierter Aktionsplan ist nicht nur eine wirtschaftliche Notwendigkeit für Österreich, sondern vor allem eine strategische Investition in die digitale Zukunft des Landes.“