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Tesla-Verkäufe fielen im Q1 2025 um 13 Prozent, Aktienkurs gibt deutlich nach

Protest-Plakat gegen Musk in der Londoner U-Bahn. © Screenshot
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Tesla hat im ersten Quartal 2025 deutlich weniger Fahrzeuge ausgeliefert als erwartet. Der Elektroauto-Hersteller konnte zwischen Januar und März weltweit nur 336.681 Fahrzeuge zu Kunden bringen, was einem Rückgang von etwa 13 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Analysten hatten im Durchschnitt mit rund 390.000 Fahrzeugen gerechnet.

Ein entscheidender Faktor für diesen Rückgang dürfte die Produktionsumstellung auf eine neue Generation des Bestsellers Model Y gewesen sein. Aufgrund dieser Umrüstung standen die Fertigungsbänder für einige Wochen still, was sich auf die Auslieferungszahlen auswirkte. Branchenexperten wie Bryn Talkington von Requisite Capital Management gehen davon aus, dass dieser Effekt möglicherweise noch zwei Quartale lang spürbar sein könnte.

Besonders auffällig ist jedoch der Rückgang auf dem US-amerikanischen Heimatmarkt, wo die Verkaufszahlen stärker einbrachen als in Europa oder China. Während in China die Verkaufszahlen im Quartalsvergleich leicht zulegten und in Europa, wie erwartet, um rund 30.000 Einheiten zurückgingen, scheint der US-Markt aktuell vor erheblichen Herausforderungen zu stehen.

Cybertruck enttäuscht

Insbesondere das Modell Cybertruck, Teslas elektrischer Pick-up, enttäuscht bislang stark. Im ersten Quartal 2025 wurden schätzungsweise nur 5.000 bis 8.000 Cybertrucks ausgeliefert, obwohl Tesla ursprünglich eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 250.000 Fahrzeugen anstrebte. Selbst mit eingeführten Verkaufsanreizen und steuerlichen Vergünstigungen bleibt die Nachfrage weit hinter den Erwartungen zurück. Analysten kritisieren zunehmend, dass das Modell zum „toten Gewicht“ geworden sei, und verwiesen auf hohe Lagerbestände, die derzeit rund 200 Millionen US-Dollar binden.

Parallel zu den Produktionsproblemen belasten zudem Kontroversen rund um CEO Elon Musk die Marke Tesla zunehmend. Musk geriet zuletzt verstärkt wegen politischer Aktivitäten und Äußerungen in die Kritik, was vereinzelt zu Boykottaufrufen und Protesten führte. Analysten wie Dan Ives von Wedbush Securities sprechen inzwischen offen von erheblichen Markenproblemen, die Teslas Verkaufszahlen negativ beeinflussen könnten.

Tesla fällt hinter BYD zurück

Unterdessen wächst insbesondere in China der Wettbewerbsdruck. Lokale Konkurrenten wie BYD konnten ihre Verkaufszahlen zuletzt deutlich steigern, während Tesla dort im März sogar einen Rückgang um mehr als elf Prozent hinnehmen musste. Angesichts neuer technischer Innovationen chinesischer Hersteller könnte sich die Wettbewerbssituation für Tesla weiter verschärfen.

Der Aktienkurs von Tesla reagierte bereits negativ auf diese Entwicklungen und fiel unmittelbar nach Bekanntgabe der Quartalszahlen im vorbörslichen Handel um über vier Prozent. Analysten sehen darin ein Zeichen zunehmender Skepsis am Markt hinsichtlich Teslas weiterer Wachstumsfähigkeit und der Stärke der Marke unter Musks Führung.

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