Teslas Model 3 rollt bald in Europa
In den USA hat es Teslas neuestes Elektroauto zu einem der best verkauften Premium-Mittelklassewagen 2018 geschafft. Im Heimatmarkt wurde das Model 3 monatsweise öfter verkauft als konkurrierende Modelle von BMW oder Mercedes. Nun kommt der Marktstart in Europa schnell näher. Ab Februar können erste Kunden mit der Lieferung ihres Model 3 rechnen.
Berichten zufolge soll am 2. Februar eine große Schiffsladung mit den populären Elektroautos in Zeebrugge, Belgien, ankommen. Von dort werden die Wägen in die europäischen Märkte verteilt, darunter Deutschland und Österreich.
Zulassung gerade noch rechtzeitig
Wie Reuters berichtet, hat das Model 3 gerade noch rechtzeitig die Zulassung für europäische Straßen bekommen. Die niederländische Behörde RDW (Dienst Wegverkeer) hat grünes Licht für Teslas Neuling gegeben – sie ist eine jener Behörden, die in Europa für die Zulassung von neuen Kraftfahrzeugen zuständig ist.
Für Tesla ist der Erfolg des Model 3 entscheidend. Denn die europäische Konkurrenz wird in den nächsten Jahren zahlreiche Tesla-Fighter auf den Markt bringen, die dem US-Unternehmen die Kundschaft streitig machen werden. Insgesamt investieren Autohersteller auf der ganzen Welt grob 300 Milliarden Dollar in den Umstieg auf Elektroantriebe und die dafür notwendigen Batterien – allen voran die deutschen Konzerne VW, Daimler und BMW.
+++ So viel kostet das Model 3 in Österreich +++
Anfangs nur die teuren Varianten
Tesla will den schnellen Marktstart nutzen, um sich möglichst viele Marktanteile in Europa zu sichern, bevor die anderen Hersteller nachziehen. Den Konsumenten kostet der Einstieg in die Premium-Mittelklasse von Tesla einiges. Denn zuerst bietet Elon Musk in Europa nur die teuren Varianten des Model 3 mit Vierrad-Antrieb und stärkeren Batterien an – in Österreich bezahlt man zum Marktstart mindestens 58.000 Euro für den Wagen.
Erst in der zweiten Jahreshälfte 2019 wird das Einstiegsmodell auf den europäischen Markt kommen, das mit rund 40.000 Euro zu Buche schlägt. Nur dieses fällt in Österreich unter die Umweltförderung für E-Fahrzeuge – staatliche Zuschüsse für sämtliche Elektroautos, die mehr als 50.000 Euro kosten, wurden für Konsumenten gestrichen.
Derweil warnte VW, dass Elektroautos für die breite Masse teilweise nicht machbar seien. „Das heutige Preisniveau ist nicht zu halten, wenn diese Autos mit Elektromotoren ausgestattet werden“, sagte Hans Dieter Pötsch, Aufsichtsrat bei Volkswagen, kürzlich in einem Interview mit der Welt am Sonntag (Trending Topics berichtete).