Trusted Accounts holt Co-Founder Eva Roth an Bord, gründet FlexCo

Spannende Neuigkeiten aus Götzis: Eva Roth steigt als Co-Founder bei dem Tech-Startup Trusted Accounts ein. Im Gespräch mit Trending Topics berichtet sie über ihre persönlichen Ziele und die Vision des neuen Gründer-Duos.
Etwa ein Drittel des Web-Traffics entsteht durch Bots mit meist negativen Auswirkungen. Die Software von Trusted Accounts soll Plattformen dabei unterstützen, genau diese von ihren Websites fernzuhalten. Die SaaS-Lösung soll eine effiziente Nutzerverifikation bei gleichzeitiger Wahrung des Datenschutzes ermöglichen.
Nun schaltet sich Eva Roth mit ein. Sie übernimmt Verantwortung bei Trusted Accounts und will dabei helfen, den digitalen Diskurs vertrauenswürdiger und menschlicher zu gestalten. Die Vorarlbergerin verfügt über 14 Jahre Berufserfahrung im digitalen Bereich: „Ich war in der Beratung tätig und habe zuletzt über zehn Jahre als Produktmanagerin und Projektleiterin für Software und Innovation bei Hilti gearbeitet.“
„Ich will etwas Eigenes auf die Beine stellen“
Die Zusammenarbeit der beiden (teils neuen) Köpfe von Trusted Accounts kommt nicht von ungefähr. „Ich habe Ludwig bereits vor seiner Idee für Trusted Accounts über das Software-Unternehmen meines Mannes kennengelernt.“ So konnte Eva Roth von Anfang an die Entwicklung und Fortschritte des Startups von außen betrachten und beurteilen. „Ich habe Trusted Accounts immer verfolgt und sehr bewundert“, so Roth.
„Für mich stand jetzt, nach über zehn Jahren, die Frage im Raum, zu bleiben oder etwas Neues zu suchen. Ich habe mich dann dafür entschieden, mich umzuschauen.“ Mitgründer Ludwig Thoma nutzte die Chance und suchte das Gespräch mit Roth. Das Resultat ist nun die Bündelung ihrer jeweiligen Kenntnisse. „Wir sind einfach die perfekte Ergänzung zueinander. Er hat seine Stärken in der Produktentwicklung, ich im Marketing und im Produktmanagement. Über viele Gespräche kamen wir zur Entscheidung, dass ich als Co-Founderin einsteigen werde“, erklärt Roth.
Verifizierungs-Tool gegen Troll-Farms
Trusted Accounts setzt auf einen mehrschichtigen Ansatz zur Bekämpfung von Bots und Trollen. Um sicherzustellen, dass Accounts von Menschen betrieben werden, wendet die Lösung etwa 30 verschiedene Prüfmethoden an. Diese arbeiten im Hintergrund und dabei vollständig DSGVO-konform sein sollen. Sie reichen von der Überprüfung der IP-Adresse bis hin zu fortgeschrittenen Browser-Fingerprinting-Techniken. Bei Verdachtsfällen kann eine zusätzliche Verifizierung über die Telefonnummer erfolgen, um eine hohe Sicherheitsstufe zu gewährleisten. Die Integration der Lösung sei bewusst unkompliziert gestaltet. Plattformbetreiber:innen können laut Eva Roth das System in etwa einem halben Tag implementieren.
Bereits jetzt arbeitet Trusted Accounts mit etablierten Medienunternehmen wie dem Standard und der NZZ zusammen. Das Startup plant, seine Kooperationen auf weitere Bereiche auszuweiten, darunter wissenschaftliche Plattformen, Foren und Finanzdienstleister. Je mehr Websites das Tool nutzen, desto besser kann es laut Roth weiterentwickelt werden. „Wenn beispielsweise die NZZ und Der Standard ihre Daten teilen, können sie voneinander profitieren. Dann gibt es einen tollen Netzwerkeffekt, durch den sie sich gegenseitig schützen. Eine Troll-Farm, die gerade NZZ attackiert, könnte morgen beim Standard sein – so hätte man ein automatisiertes Frühwarnsystem.“
Unternehmensgründung steht bevor
„Ludwig war bis jetzt immer Einzelunternehmer. Das heißt, wir gründen jetzt die FlexCo zusammen“, erklärt Roth. Der Zeitpunkt für ihren Einstieg sei gerade deshalb perfekt – ein neues Kapitel in der Geschichte des Vorarlberger Startups. Und wie sehen die Zukunftspläne von Trusted Accounts aus? „Wir wollen natürlich als Team wachsen und auch einen größeren Radius an Kund:innen abdecken“, so Roth.
Das Startup wird durch das Media Lab Bayern und aws (Austria Wirtschaftsservice) im Rahmen des Pre-Seed-Programms Innovative Solutions gefördert. Diese Unterstützung ermöglicht die weitere Produktentwicklung und geplante Marktexpansion. Eva Roth freut sich auf ihre neue Rolle bei Trusted Accounts: „In den nächsten Schritten – neben der Unternehmensgründung – geht es, darum die Marke bekannter zu machen. Darüber hinaus ziehen wir jetzt ins Büro unseres Entwicklungspartners, dann kann man die Synergien auch noch besser nutzen.“