Xperience: Wiener Startup erhält für „Tinder für Friends“ sechsstelliges Investment

2018 wurde die Idee geboren, 2021 dann gegründet: In der Xperience-App dreht sich alles um die ideale Freizeitgestaltung mit (neuen) Freunden. Nun verkündete das Startup einen wichtigen Meilenstein: Die Freisinger Holding AG ist ab sofort als Gesellschafter an Bord und unterstützt das Unternehmen mit einem sechsstelligen Investment.
Bekanntheit im DACH-Raum steigern
Die Idee hinter Xperience ist einfach: Freundschaftssuche und Freizeitgestaltung werden digitalisiert. Nutzer:innen können eigene Freizeitaktivitäten als Events erstellen und auf der App teilen. Andere sehen diese Aktivitäten online, melden sich an und treffen sich anschließend offline, um neue Leute kennenzulernen.
Freisinger hat insgesamt 350.000 Euro in das junge vierköpfige Team investiert und hält nun 25,01 Prozent der Unternehmensanteile. Gemeinsam mit der Aktiengesellschaft möchte das Xperience-Team die App wachsen lassen und ihre Bekanntheit im gesamten DACH-Raum steigern. Aktuell hat Xperience nach eigenen Angaben 20.000 Nutzer:innen in Wien, plant jedoch auch den Aufbau von Communities in anderen österreichischen Städten. Zudem seien laut Unternehmensangaben diverse Kooperationen mit Wiener Unternehmen in Planung.
Social-Media-„Newsfeed in Planung
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung der App: Bald soll ein Social-Media-„Newsfeed“ ergänzt werden – ähnlich wie bei Instagram, jedoch an die gemeinsam erlebten Aktivitäten geknüpft. Nutzer:innen sollen laut Simon Becke, Geschäftsführer der Xperience App & Lifestyle GmbH, im Nachhinein beispielsweise Fotos von den gemeinsam erlebten Events posten können. Damit entstehe ein noch engerer Bezug – „wie bei echten Freundschaften“, so der Co-Founder.
Von amerikanischen Playern abheben
Becke erklärte außerdem, dass das Ziel sei, ein österreichisches und später europäisches Social-Media-Netzwerk zu schaffen. Dabei möchte sich das Startup bewusst von US-amerikanischen Giganten abgrenzen und betont, nicht in die USA expandieren zu wollen.
„Bei Xperience geht es um echte Freundschaften statt um oberflächliche Kontaktpflege. Die Entscheidung, den persönlichen Aspekt in den Vordergrund zu stellen, war bewusst, da viele vermeintlich ‚soziale‘ Medien mittlerweile zu unpersönlichen Plattformen verkommen sind“, so die Devise des Jungunternehmens.
Thomas Freisinger, Vorsitzender der Freisinger Holding, äußerte sich zum Investment: „Xperience hat das Potenzial, die Art und Weise, wie Menschen Freundschaften knüpfen, nachhaltig zu verändern. Wir sind begeistert, Teil dieser Entwicklung zu sein und gemeinsam neue Wege zu gehen.“